Häufige Fragen

Bei dem Thema "Leben im Pflegeheim" werden viele Fragen aufgeworfen. Wir wollen uns hier den häufigsten widmen: 

 

Ab wann bin ich pflegebedürftig und habe Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung? 
Laut Pflegeversicherungsgesetz sind Sie erheblich pflegebedürftig (Pflegestufe 1), wenn Sie täglich bei wenigstens zwei Verrichtungen im Bereich der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität sowie zusätzlich in der Haushaltsführung Hilfe benötigen. Der Hilfebedarf muss durchschnittlich 90 Minuten betragen, wobei der pflegerische Aufwand überwiegen muss. Brauchen Sie weniger als diese Hilfe, so sind sie nicht oder geringfügig pflegebedürftig (Pflegestufe 0). Schwerpflegebedürftig (Pflegestufe 2) sind Sie, wenn Sie dreimal täglich Hilfe benötigen. Der Hilfebedarf muss durchschnittlich mindestens drei Stunden pro Tag betragen. Als schwerstpflegebedürftig (Pflegestufe 3) gelten Sie, wenn Sie rund um die Uhr und mindestens fünf Stunden täglich Hilfe benötigen. 

 

Wie und wo stelle ich einen Antrag auf Pflegebedürftigkeit? 
Antragsformulare für Leistungen der Pflegeversicherung erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse (über ihre Krankenkasse). Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) schickt dann nach einer Terminvereinbarung einen Gutachter, der die Untersuchung und die Eingruppierung in eine der Pflegestufen vornimmt. Dem Gutachter ist bei seinem Besuch detailliert vom Umfang der Pflege zu berichten. Unter Berücksichtigung dieses Gutachtens entscheidet die Pflegekasse, ob und in welcher Stufe der Antragsteller eingeordnet wird. Ein Einstufungsbescheid informiert den Antragsteller über die bewilligten Leistungen der Pflegekasse. Wer mit der Einstufung nicht einverstanden ist, kann Widerspruch einlegen. Verschlechtert sich der Gesundheitszustand des/der Pflegebedürftigen, kann jederzeit bei der zuständigen Pflegekasse eine Höherstufung beantragt werden. Die Leistungen werden bei Genehmigung ab dem Datum der Antragstellung bezahlt. 

 

Müssen meine Kinder zahlen, wenn meine Rente für meine Pflege nicht ausreicht?
In der Regel ja. Wenn die Kosten für einen Platz im Alten- und Pflegeheim mit den Leistungen der Pflegeversicherung und der Rente des/der Pflegebedürftigen nicht gedeckt sind, so können Sie beim Grundsicherungs- und Sozialamt einen Antrag auf ergänzende Sozialhilfe stellen. Im Rahmen der Unterhaltsprüfung ermittelt das Grundsicherungs- und Sozialamt dann, ob die Kinder oder ihr Ehepartner im Rahmen ihrer Unterhaltspflicht zu den Kosten etwas beitragen müssen. Dies ist vom Einkommen und Vermögen der Ehepartner bzw. Kinder abhängig und heutzutage immer Einzelfallabhängig. Die Prüfung führt das Unterhaltssachgebiet des Grundsicherungs- und Sozialamtes durch.
Ist ein Pflegeheim das Richtige für mich oder meinen Verwandten? 
Diese Frage können wir Ihnen natürlich nicht beantworten. Sie wissen selbst am besten, wo Sie, Ihre Mutter oder Ihr Vater sich wohl fühlen. 

 

Werde ich in einem Pflegeheim nicht total unmündig, weil mir alles abgenommen wird? 
Nein! Geborgen und selbstbestimmt leben bedeutet für uns, dass Sie nach wie vor entscheiden, wo wir Ihnen Sicherheit geben und helfen können. In Bereichen, wo Sie keine Hilfe wünschen, nehmen wir uns bewusst zurück, denn der Erhalt Ihrer Selbstständigkeit ist eines unserer wichtigsten Anliegen. 

 

Darf ich das Pflegeheim überhaupt auch mal verlassen, um z.B. in den Urlaub zu fahren? 
Diese Frage zeigt uns, wie sehr ein Pflegeheim noch immer mit einem Krankenhaus verglichen wird. Sie gestalten Ihr Leben weiterhin nach Ihren Wünschen. Dazu gehört natürlich auch der Tagesausflug mit Freunden oder ein schöner Urlaub. 

 

Stimmt es, dass man in einem Pflegeheim nach einem Stundenplan lebt? 
Nein. Aufgrund der Tatsache, dass in einem Pflegeheim viele Menschen zusammenwohnen, gibt es natürlich bestimmte Zeiten, die man berücksichtigen muss, wie z.B. die Mahlzeiten. Ansonsten gilt: Sie alleine, mit Ihren ganz eigenen Bedürfnissen, bestimmen Ihren Tagesablauf. 

 

Stimmt es, dass man in einem Pflegeheim keine Ruhe mehr hat? 
Eindeutig Nein! Unsere großzügigen Ein-Bett-Zimmer sowie mehrere gemütliche Aufenthaltsbereiche bieten jedem Bewohner einen individuellen Rückzugsort. Aber Sie haben eben auch die Möglichkeit, an einem regen Gemeinschaftsleben teilzunehmen, z.B. bei unserem abwechslungsreichen Betreuungs- und Veranstaltungsprogramm. 

 

Sie haben weitere Fragen? 
Wir beantworten sie Ihnen gerne. 

Zum Abschluss noch ein Tipp: Schauen Sie sich das Pflegeheim Ihrer Wahl genau an, bevor Sie sich entscheiden. Wir bieten dafür -natürlich völlig unverbindlich- Hausbesichtigungen an.